Als ich vor ein Paar Wochen mitbekommen habe, dass Rise Against hier in der Nähe spielen, war eigentlich sofort klar, dass ich dabei sein muss! Ich kannte den Rest der Bands, die bei der Taste of Chaos Tour dabei waren, zwar höchstens vom Namen her, aber erstens stört das ja nicht und zweitens kommt so eine geile Band schließlich nicht alle Tage hier her. Und gestern bzw. Samstag war’s dann endlich so weit!
Voller Vorfreude sind Gregory und ich dann gestern früh losgezogen, damit wir die Halle auch ja rechtzeitig finden und gute Plätze bekommen. Nachdem wir in Pratteln irgendwann auch etwas zum Essen gefunden, und nach einer langen Suche und ein Paar umwegen dann die Z7 Konzerthalle gefunden hatten, waren wir sogar doch noch zu früh da. Die Halle war gemütlich eingerichtet, und auf den ersten Blick für die Paar Leutchen zu groß, aber spätestens als dann Rise Against auf die Bühne kamen, konnte eigentlich von Platz keine Rede mehr sein.
Die ersten zwei Bands die spielten haben eigentlich fast niemand interessiert, und deren Namen habe ich auch nicht verstanden. Meinetwegen. Erst die dritte Band, “The Blackout” haben Stimmung gemacht, aber das dann dafür richtig! Ich muss unbedingt gucken, dass ich Musik von denen bekomme, denn die waren echt saugeil! Die “Teilt euch auf, nehmt Abstand, und bei ‘Let’s Go!’ rennt ihr Gegenseitig in euch rein”-Aktion fand ich zwar cool, aber drin gestanden wäre ich nicht gern ;) Aiden war OK, wie ich aber im Gegensatz zu sehr vielen anderen dort fand, nicht das über Event.
Und dann kam endlich, endlich Rise Against! Eins sage ich euch: Allein für sie haben sich die gut 60-70€ die ich an dem Tag losgeworden bin, mehr als gelohnt. Es ist einfach herrlich, wenn zum Beispiel bei “Give it All” wirklich die ganze Menge auf einmal Los- brüllt und springt. Das selbe lief eigentlich quasi bei allen Songs von “Chamber the Cartridge” über “Behind Closed Doors” bis “Ready to Fall” ab, jeder kannte den Text und hat mitgesungen, gebrüllt, “getanzt”, gefiebert. Die Stimmung war wirklich perfekt. Zwischendurch wurde es dann mit “Blood to Bleed” etwas ruhiger, und mit “Prayer of the Refugee” gab’s nochmal einen krönenden Abschluss, bei dem die Menge zum Refrain, der zwischen den eher ruhigen Strophen ziemlich heftig einsetzt, förmlich explodiert ist. Meine Stimme und meine Beine waren schon lange nicht mehr so kaputt, wie nach Rise Againsts Auftritt. Doof waren nur die für meinen Geschmack zu viel zu kurze Spielzeit, und dass es keine Zugabe gab.
Zum Abschluss haben wir uns noch etwas Abseits The Used angeschaut, denn um noch mal vorne dabei zu sein, waren wir beide zu sehr im Eimer. War auch die richtige Entscheidung, denn die Menge vorne sah schon sehr beschäftigt aus ;)
Leider war dann der Rest des Abends etwas chaotisch und vor allem eisig kalt. Zu erst war da ein riesiger Umweg bis zum Bahnhof in Pratteln, weil wir uns natürlich verfranzt haben, und dann haben wir noch den letzten Zug von Basel SBB nach Lörrach verpasst, weil ein Automat beschissenerweise nicht so tat wie wir wollten. 10 Sekunden zu spät waren wir. Argh. Aber wir sind nach einer langen Odyssee bis zur Grenze, einem Abstecher im Mac (Was denken die sich eigentlich dabei, Chickenburger auf 1,30 und kleine Pommes auf 1,20 zu erhöhen?!) und dem restlichen Fußweg trotzdem daheim angekommen. Undr es war jeden einzelnen gelaufenen Meter, jeden einzelnen Minusgrad und jeden Cent, den der Abend gekostet hat, wert.