Als ich kurz vor den Sommerferien beim Friseur war, ist ja etwas passiert, wo ich gar nicht mit gerechnet hätte: Selbiger stellte mir nämlich die Frage, ob ich nicht gegen Ende September Zeit und Lust hätte, Modell zu stehen für die Herbst/Winter-Mode 2006. “Schaden kann’s ja nicht”, hab ich gedacht, “machst halt mal mit”.
Nun ist das ganze vorbei, und jetzt denke ich mir, hätte ich auch darauf verzichten können. Mir wurden innerhalb von zwei Wochen drei (!) Mal die Haare geschnitten, entsprechend sind sie jetzt ‘ne ganze Ecke kürzer. Vielleicht muss ich mich erst dran gewöhnen, diese Mode ist ja jetzt ganz frisch, aber ich hab jedenfalls schon schöneres gesehen. Oder ich habe einfach kein modisches Gespür.
Etwas schwachsinnig war auch die Sache mit den Klamotten. Es sah zwar gar nicht schlecht aus, aber wahnsinnig neu war das nicht. Ich meine zumindest, schon öfters Leute so oder so ähnlich gesehn zu haben. Außerdem musste ich dort auf der Bühne eine Umhängetasche unter einer Jacke tragen, da ich selbige dort ausziehen musste, damit man sieht, was auf dem Hemd darunter hinten drauf steht.
Vielleicht liegt das an mir, aber ich werde aus sowas nicht ganz schlau. Ich der Meinung, jeder soll anziehen was er will, da das ja eigentlich doch Geschmackssache ist. Der Geschmack der Leute wird sich auch ändern, wenn es keine Leute gibt, die sagen, was jetzt angesagt ist, oder?